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Sri Lanka

Ayubowan Sri Lanka. Unser Flugzeug landete spät am Abend in Colombo. Es war bereits dunkel, während wir zwei weitere Stunden im Auto nach Ambalangoda saßen. Kein Mensch fährt nach Ambalangoda. In der Backpacker-Bibel wird Ambalangoda als „stickige und unansehnliche Stadt“ beschrieben. Ich fand Ambalangoda nicht unansehnlicher, als andere Städte Sri Lankas. Authentisch und echt eben. Mit stürmischen Verkehr, Hupkonzerten und vielleicht ein bisschen Smog. Aber dieser goldene, einsame Strand! Das Beste was uns nach einem never-ending deutschen Winter passieren konnte. Es gibt so gut wie keine Touristeninfrastruktur am Strand von Ambalangoda, dafür Kühe, heiße Felsen, auf denen man stundenlang aufs Meer gucken kann und jede Menge bunte Fischerboote. Oh ich würde jederzeit wieder nach Ambalangoda fahren.

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Auf der Suche nach einem Restaurant landeten wir am Hafen von Ambalangoda.
Nicht der beste Ort für ein Dinner, aber richtig schön bunt.
Wie aus einem Pippi Langstrumpf Roman.

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Nach ein paar herrlichen Tagen am Meer ging es per Zug und Bus weiter nach Mirissa. Einen Strandort an der Südküste Sri Lankas. Unser erster Eindruck: „the place to be“ für Surfer und Party-und-Bier-Touristen. Etwas ruhiger und richtig schön wird es ein Stück außerhalb, zum Beispiel bei Boris und Anna, die in der Nähe der Steilküste mit dem „Sounds of Nature“ ein wunderbares Minihotel geschaffen haben. Was für eine Oase. Auf der Dachterrasse konnten wir morgens beim Nescafé-trinken wilde Affen beobachten und Yoga praktizieren. Die Steilküste in unmittelbarer Nähe des Hotels und eignet sich perfekt für eine kleine Wanderung.

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Mir sind noch keine schöneren Zugtickets begegnet.

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Byebye Mirissa – Berge wir kommen. Wir bekamen Sehnsucht nach kühleren Temperaturen und den Bergen. Ich freute mich fast auf die Busfahrt. Stundenlang aus dem Fenster gucken und die Welt durch die Fensterscheibe beobachten. Die Menschen in Sri Lanka sind unglaublich hilfsbereit und aufmerksam. In hoffnungslos überfüllten Bussen wurde uns Reisenden sehr oft ein Platz angeboten. Mir war es unangenehm, aber sechs Stunden im rasenden Bus zu stehen, ist ja auch nicht der Hit. Nach acht Stunden im local Bus mit lautstarker Musik und atemberaubenden Ausblicken erreichten wir unser Ziel: die Bergstadt Haputale. Teeplantagen. Regen. Wolken. Juhu! Gewohnt haben wir in Haputale im Leisure Mount View Hotel. Die Aussicht aus den Zimmern ist spektakulär und der Manager kann Euch wunderbare Wanderrouten in der Gegend empfehlen.

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An der Ostküste, speziell an der Arugam Bay ist im Februar noch Monsunzeit und ja es hat tatsächlich auch geregnet.
Wir wollten uns die Ostküste trotzdem angucken. Ein Paradies für Surfer und Hängemattenliebhaber.

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Wir wollten gerne noch verlassener wohnen und machten uns auf den Weg zum Lighthouse Point. Der Lighthouse Point liegt eine Stunde nördlich der Arugam Bay. Die Straßen waren wegen des Regens zum Teil unpassierbar und unser Tuk-Tuk-Fahrer musste auf halber Strecke aufgeben. Wir machten uns zu Fuss weiter auf den Weg. Was für ein Glück, dass mitten im Nowhere ein netter Herr mit seinem Fahrrad auftauchte. Ehe ich mich versah hatte er meinen Rucksack auf sein Fahrrad geschnallt. Als wir ankamen fanden wir heraus, dass die Treehouse Anlage erst zur Hauptsaison (also im April) wieder öffnete. Thanks to Ranga for letting us stay one night :) Es war unglaublich schön, eine Nacht im Baumhaus und weit und breit kein Mensch. Falls Ihr also auch mal relativ einsam nächtigen und surfen wollt verpasst auf keinen Falls Ranga´s Lighthousebeachhut.

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In der Lagune ‚rechts‘ kann man Krokodile beobachten.

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Room with a moon-view.

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They love tourists :)

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Unser nächster Stopp an der Ostküste: Kalkudh Beach. Hier waren die Monsun Wolken schon durch. Yaay.

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Der Sonntagsmarkt in Kandy.

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Sri Lanka. Das war eine gute Entscheidung. Mit etwas Wehmut denke ich an die warmen Abende am Meer zurück. An die Egg-Rotis zum Frühstück. An die vielen Kokosnüsse, die wir getrunken haben. An die Kinder in den Bergen, die wir auf unserer Wanderung kennengelernt haben. Was für eine Kraft und Faszination das Meer hat. Ich denke an die tamilischen Teepflücker in den Bergen. Den frischen Fisch und das Egg-Naan, an unserem letzten Abend, am Strand von Colombo. Ich denke auch an den Bürgerkrieg, der von 1983 bis 2009 in Sri Lanka herrschte. Und an den Tsunami, der Sri Lanka 2004 heimsuchte. Überrascht war ich von der religiösen Vielfalt im Land. Buddhisten, Hindus, Muslime und Christen. Ich mochte die weißen Statuen in den Bussen, die von jeder Religion einen Gott zeigten.

Als Reisende habe ich von der traurigen Geschichte des Landes wenig gespürt. Über den Tsunami haben wir mit den Einheimischen gesprochen. Über den Krieg nie, aus Angst in Fettnäpfchen zu treten. Überrascht war ich von der warmherzigen und hilfsbereiten Art der Menschen in Sri Lanka. Als Reisende fühlte ich mich sehr willkommen. Vorbildfunktion. Was für ein Glück wir haben, auf einem Fleck Erde zu wohnen, dass von Naturkatastrophen verschont bleibt. In einem Land, im dem der Krieg Jahrzehnte zurück liegt.

Kurz noch ein paar Fakten und Hotelempfehlungen:

Reisezeit: Januar 2016//drei Wochen
Reisestopps: Ambalangoda – Talalla – Mirissa – Haputale – Arugam Bay – Kalkudah – Kandy – Colombo

Hoteltipps:

Mirissa: Sound of Nature Mini Hotel Mirissa
Haputale: Leisure Mount View Hotel Haputale
Pottuvil: Lighthousebeachhut
Colombo: Black Cat Colombo

Vielen Dank an Zoltan für die charmante Reisebegleitung :)

 

 

Ach, liebe Anja, die Bilder sind ganz wunderbar!!! Am meisten Respekt habe ich vor Deiner Fähigkeit, auf die Einheimischen zuzugehen und diese durch Deine Kamera zu beobachten! Freufreufreu!

Danke liebe Anna! Ehrlich gesagt muss ich auch jedes Mal meinen ganzen Mut zusammen nehmen, wenn ich eine Person sehe, von der ich gerne ein Portrait hätte. Du glaubst gar nicht wie viel Überwindung mich das kostet. Mrs Schröder meinte früher zu mir: wer weiß, ob sich die Menschen nicht geehrt fühlen und sich darüber freuen. Dieser Gedanke macht es mir leichter, mich zu trauen.

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