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Nepal – der Helambu Trek

Sich der Welt entziehen.
Der Duft von verkohltem Holz.
Jede Menge Ziegen und Kühe.
Rotbraune Lehmhäuser.
Blühender Rhododendron.
Und das Beste: STILLE.

Das ploppt auf in meinem Kopf, wenn ich an unsere zehn Tage in den Bergen Nepals zurück denke. Zwei Nächte vor unserem Aufbruch lagen Christina und ich in Kathmandu, in unserem Doppelbett und verwarfen noch einmal unsere geplante Trekkingroute.

Der Langtang Trek erschien uns nun zu kalt. Kälter, als zum Zeitpunkt der Reiseplanung. Dann vielleicht das Annapurna Gebiet? Oder die Helambu Berge? Letztendlich entschieden wir uns für den weniger touristischen Helambu Trek, mit einem kurzen Abstecher in das Langtang Gebiet.

Gefiel uns ein Ort blieben wir. Gefiel er uns nicht und es war noch Zeit bis zum Sonnenuntergang wanderten wir weiter. Wir waren frei. Es gab keine Kilometeranzahl, die wir täglich runter rocken wollten. Wir nahmen uns Zeit für Pausen in der Sonne. Unser Wecker fristete ein Schattendasein.

Wir begannen unseren Trek im Frühling. Im Dorf Sundarijal. Fünfzehn Kilometer von Nepals Hauptstadt Kathmandu entfernt. Blühende Sträucher und bunte Gebetsfahnen säumten unseren Weg. Ab 3000 Metern sind wir im Winter angekommen und liefen im Schnee. In Tharepati ging uns der Schnee bis zum Knie. Anstatt echter Blumen, sahen wir morgens Eisblumen am Fenster und in den Hütten wurde der Kamin geschürt. Der Februar fällt noch in die Nebensaison und fast immer waren wir die einzigen Gäste in der Lodge. Wir genossen die Ruhe und bekamen jede Nacht das Zimmer mit dem schönsten Ausblick.

In der kältesten Nacht hatte jede von uns fünf Bettdecken. Eine unter uns, auf der Matratze, vier über unseren frierenden Körpern. Die Lodgebesitzer staunten nicht schlecht. Meine Nasenspitze war immer kalt. Es gab keine Nacht, in der ich nicht ohne meine wollene Mütze geschlafen habe. Wir verbrachten oft zehn, elf Stunden im Bett. Träumend. Lesend. Schlafend.

Noch nie habe ich so viele Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge am Stück gesehen. Der tägliche Rhythmus des „bergauf und bergab“ machte mich friedlich. Brachte Ruhe in meinen Kopf und ließ bunte Zukunftsideen aufsteigen.

Kein Wecker. Kein Handy. Kein Internet. Kein Radio. Kein Fernseher. Es fühlte sich himmlisch an.
Dafür gab es Stille. Vogelgezwitscher. Literweise Milchtee. Atemberaubende Ausblicke. Über uns oft blauer Himmel und das Grün der Berge.
Und wir begegneten Menschen, die mich demütig gemacht haben. Mein Leben schien mir verglichen mit ihrem, so leicht, so komfortabel.

Vorher war ich mir nicht sicher: bin ich der Mensch für so einen langen Trek? 11 Kilo auf dem Rücken, zehn Tage lang? Wie überlebe ich vier Tage oder mehr ohne Dusche? Crazy! Ich gestehe, es gab eine Nacht, die ich auf dem eiskalten Plumpsklo verbrachte. Mich übergebend. Heimlich träumte ich von meinem weichen Bett in Berlin, einem aufgedrehten Heizkörper, Elektrizität, einem gefüllten Kühlschrank und fließenden, warmen Wasser. Aber kaum schob sich am Morgen die Sonne hinter den Bergen hervor, konnte ich es nicht abwarten, in meine Wanderschuhe zu schlüpfen und loszulaufen. Zu staunen. Ich fühlte mich sehr nah dran am Leben.

Meine Lieblingsaugenblicke:

* die zehn Minuten mit der Bäuerin aus Mulkharka und ihren Ziegen.
* mit Christina am Fenster des dunklen Esszimmers in Kutumsang zu sitzen und das Gewitter zu beobachten. Über jeden orange-pink-farbenen Blitz am Horizont freuten wir uns wie Kinder.
* unsere Nacht in Kutumsang. Room with a view. Der Wind pfiff nur so durch unser Zimmer und als es dann auch noch zu regnen begann: Romantik pur :)
* der Anblick unseres riesigen Tellers „fried rice with egg and veg“. Fast täglich. Suchtgefahr.
* ich habe nie etwas Schöneres gesehen: Tharepati. Dieses goldene Licht. Die Wolken unter uns. Magic.
* die heiße Dusche in Kutumsang. Jippeeyaay!
* wenn nichts mehr geht: gebt mir ein Snickers und zehn weiter Kilometer sind ein Klacks.

Reisedaten: 01.02.2015 bis 10.02.2015

Route: Kathmandu – Sundarijal – Mulkharka – Thankune Bhanjyang – Kutumsang – Mangengoth – Tharepathi – Melamchigaon – Tharkeghyang – Kathmandu

CHRISTINA: ohne Dich wäre die Reise nur halb so schön gewesen. Tausend Dank Dir, mein Lieblingsmodel.

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Waiting for Dinner Day One.

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Breakfast Day One.

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We only met two other individual hikers: Adam from New Zealand was one of them.

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Room with a view in Kutumsang

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Including all night full-moon-watching

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The Mountain View Hotel in Kutumsang

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Sehr schön, Anja.
You just took me on a magical tour of Nepal. Really and truly beautiful. You are very talented.
I so want to go and hike, climb, swim and do yoga somewhere beautiful right now. Truly inspiring.

Xxxx

Dear Edie, your words mean a lot to me. Thank you so much XXX

Jutta

Liebe Anja,
tolle Eindrücke – klasse Bilder!

Danke liebe Jutta ♡

Kerstin

Oh wie schön! Christina hatte uns den Link geschickt. Schöner Text zur Einstimmung und die Bilder sind wirklich toll! Auch wenn gerade andere Bilder die Sorgen um und Gedanken an Nepal prägen, diese Bilder erinnern auch wieder an die unzerstörbare Schönheit des Landes mit seinen gastfreundlichen Menschen.

Danke liebe Kerstin für Deine Worte. So viele zerstörte Lebensträume. Furchtbar.

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